Erfahrungsbericht Suzuki Address UK 110 E4 Modell 2020

Erfahrungsaustauch zu allen Suzuki Rollern ab 125cc

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Sento
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Erfahrungsbericht Suzuki Address UK 110 E4 Modell 2020

Beitrag von Sento » 13.08.2021, 21:30

Die ersten Kilometer mit dem neuen Roller, zwar kein 125er, aber fährt sich so: :smiley123:

Habe mir jetzt einen neuen Suzuki Roller, Modell Address UK 110, gekauft. Das Ziel war ein leichter, wendiger und kompakter Roller für die Stadt, mit flachem Trittbrett und niedriger Sitzhöhe, auf dem auch mal 2 Personen Platz haben. Da noch ein Neufahrzeug mit EUR 4, musste ich den Roller als Tageszulassung mit 0 Km aus Dezember 2020 Kaufen. Preis 2350 EUR, inkl. 24 Monate Suzuki Anschlussgarantie und Gutschein für die erste Inspektion.

Das Besondere an diesem Roller ist, dass er einen reibungsoptimierten 9 PS Einspritzmotor mit nur 113 ccm hat. Da er aber ein fahrfertiges Gewicht von gerade mal 100 Kg auf die Waage bringt, muss er entsprechend wenig Masse in Bewegung setzen. So ist der Antritt und die weitere Beschleunigung beachtlich. Auch das Fahren zu zweit zwingt ihn nicht in die Knie. Ich hatte mal einen Yamaha X-Max 125 und einen Suzuki Burgman 125. Die beschleunigten in der Stadt nicht besser. Erst über 80 Km/h war da mehr drin. Bemerkenswert ist auch, dass der Motor sehr leise läuft und fürs Anfahren und Beschleunigen wenig Drehzahl benötigt. Auch zu zweit ist das Drehmoment kräftig.

Der Abstand vom Sitz zum Trittbrett ist trotz niedriger Sitzhöhe von 755 mm auch für mich (187 cm) recht groß und entspannt. Kein enger Kniewinkel. Gleichzeitig gestattet der Roller eine beachtliche Zuladung von 175 Kg. Die Räder vorn und hinten haben jeweils 14“.
Das Fahren, Rangieren und Aufbocken ist handlich und leichtfüßig. Auch ein Seitenständer mit Zündunterbrechung ist vorhanden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 95 Km/h angegeben, was ich dem Roller bei der gebotenen Kraftentfaltung und Beschleunigung auch abnehme. Verbrauch um die 2 Liter auf 100 Km.

Besonders gefällt mir die einfache und robuste Technik. Solide Verarbeitung. Der Motor hat sogar einen Ölfilter zum Wechseln. Beleuchtung und Blinker sind mit leicht wechselbaren Birnen bestückt. Kein Digital und LED. Tacho analog mit mechanischem Kilometerzähler und Tankanzeige. Batterie und Sicherungen gut zugänglich. Helmfach leicht auszubauen. Wartungszugänglichkeit (z.B. Ventile einstellen) sehr gut. Sogar ein Kickstarter ist dabei, obwohl der Roller einen Einspritzmotor hat. Den Kann man also auch selbst reparieren.

Habe zum Verstauen noch ein Givi-Topcase mit 37 Litern montiert. Der Serienmäßige Gepäckträger hat vier Aufnahmebohrungen für die Universalhalteplatte. Die lässt sich so einfach und schnell bombenfest ohne Halteklammern verschrauben.

Was gewöhnungsbedürftig ist, wäre das CBS Bremssystem. Der linke Bremshebel wirkt zusammen auf die vordere Scheibenbremse und die hintere Trommelbremse. Wenn man kräftig zieht, ist die Bremswirkung gut. Der rechte Bremshebel wirkt nur auf die vordere Bremsscheibe. Und das mit einem Seilzug auf einen zentralen Hauptbremszylinder hinter dem Beinschild. Die Bremswirkung vorne allein ist mir nicht bissig genug. Man sollte also immer mit beiden Hebeln Bremsen. Aber der Roller hat ja erst 200 Km runter. Mal sehen wie es nach dem Einfahren ist.

Der Suzuki Address UK 110 wird wegen EUR 4 ab 2021 von Suzuki aus dem Programm genommen. Ein Nachfolger mit EUR 5 ist nicht in Sicht. Bei den Händlern werden die Restbestände jetzt als Tageszulassungen abverkauft. Neufahrzeuge mit EUR 4 dürfen ab 2021 keine Erstzulassung mehr bekommen.

Gruß Sento
Zuletzt geändert von Sento am 14.08.2021, 13:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Erfahrungsbericht neuer Suzuki Address UK 110 E4 Modell 2020

Beitrag von Longtrail » 14.08.2021, 08:53

Besser hätte Suzuki Deutschland das auch nicht gekonnt. Aber mal Scherz bei Seite. Das erste was ich bei dir schaute war wo du wohnst. Neun PS, zwei Personen u. ein Berg, naja. Flachland ok, Traktor überholen ja aber nicht die, die bis zu 60 Kilometer fahren, klappt bestimmt auch noch. Gut, in Hamburg werden sicherlich nicht so viele davon fahren. Ich fahre halt wenig Stadt. In der Stadt ist Wendigkeit z. B. sehr wichtig. Da stimme ich dir zu u. die ist mit dem UK sicherlich gegeben. Ansonsten wünsche ich dir viele nette, Unfallfreie Kilometer. :bier:

MfG
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Re: Erfahrungsbericht Suzuki Address UK 110 E4 Modell 2020

Beitrag von Günne » 18.05.2022, 16:57

Hallo Leute,Ich weiß nicht,ob ich mein Problem schon erwähnt habe.Bei meinem Adress habe ich weiterhin eine Unwucht in der Vario.Der Adress 110 ist Modell 2020 und seit Anfang an die doofe Unwucht zwischen 42 und 56 km/h.jetzt hat er 2800 km drauf. Mein Suzukihändler kennt das Problem nicht.Habe am 24.5.einen Werkstatttermin.Ich hoffe dass der jenige,der die Probefahrt macht auch die Unwucht fühlt und sie mich nicht für doof halten.Sonst wende ich mich an Suzuki Deutschland....Hat von euch jemand auch mal so ein Problem bei einem neuen Roller gehabt? Oder kennt jemand einen Suzukihändler der so ein Problem kennt und der mir helfen kann ?

Gruß Günne

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Re: Erfahrungsbericht Suzuki Address UK 110 E4 Modell 2020

Beitrag von Sento » 19.05.2022, 10:47

Wie macht sich das Problem "Unwucht in der Vario" denn bemerkbar? Hast du Vibrationen bei der besagten konstanten Geschwindigkeit auch bei unterschiedlichen Drehzahlen?
Der Suzuki Address 110 hat 14" Reifen. Diese sind ab Werk nicht ausgewuchtet. Es kann deshalb sein, dass der hintere Reifen schlecht montiert wurde und einen Höhen- oder Seitenschlag hat. Auch die Ventilkennzeichnung am Reifen kann an der falschen Stelle sitzen. Vergleiche mal beide Roller auf dem Hauptständer beim Gasgeben, wenn das Hinterrad frei dreht. Bei Unwucht wird der Roller auf dem Hauptständer rutschen. Sofern die Felge keinen Schlag hat, sollte die Werkstatt den Reifen mit Reifenfett noch mal neu montieren oder auswuchten. Ggfls. muss der Reifen auf Garantie erneuert werden. Ich glaube nicht, dass es an der Vario selbst liegen kann.

Gruß Sento

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Re: Erfahrungsbericht Suzuki Address UK 110 E4 Modell 2020

Beitrag von Günne » 24.05.2022, 16:55

Hallo Sento,ich vermute dass es sich um Resonanzschwingungen handelt in der Vario.Dass Kupplung und vordere Vario nicht synchron laufen.Es ist wirklich doof,zumal mein Suzukihändler nichts gemerkt hat und ich jetzt für die Probefahrt 42 Euro zahlen soll.Es ist eine Unwucht,keine Ahnung woher.Werde den Roller wahrscheinlich wieder verkaufen weil mir kaum jemand glaubt.

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